Ein Überblick über die Geschichte des Klinkers

Klinker hat eine sehr lange Geschichte. Dieser Baustoff ist der Menschheit seit Jahrtausenden bekannt und er kommt nie aus der Mode. Wo erstand Klinker und wie wurde er eingesetzt? Alles finden Sie in unserem Beitrag. Geschichte des Klinkers kann man in Jahrtausenden zählen. Wie entstand Klinker und die Klinkersteine und wo wurden die ersten Gebäuden aus Klinker gebaut? Davon lesen Sie in unserem neuen Beitrag.

Wie und wo entstand der Klinker?

Die ersten Ziegel entstanden in der Jungsteinzeit – vor ca. 12.000 Jahren in Jericho. Der beinahe wichtigste Baustoff enthielt damals vor allem Lehm, Erdreich und Wasser. Von Hand gemischt und geknetet wurden die Ziegel rechteckig geformt und in der Sonne getrocknet. Da als Mörtel auch Lehm verwendet wurde, war diese Bauweise nur unter trockenen Bedingungen möglich, damit der Mörtel nicht aufweicht.

Erst um 6.300 v. Chr. entstanden bei Summern erste glatten Steine. Die Geschichte des Klinkers ist also sehr lange. Diese Steine bestanden zusätzlich aus verschieden Füllstoffen wie Sand, Stroh und Tierkot, wodurch sie festiger und beständiger waren.

Geschichte des Klinkers

Neue Technologien im 4. Jh. v. Chr.

Die Brenntechnik wurde erst 3.500 v. Chr. angewendet. Dabei war es überhaupt nicht einfach, die richtige Temperatur um 1.000 °C für eine bestimmte Zeit aufrechtzuerhalten. Eine große Rolle bei der Produktion von robusten Klinkern spielte ebenfalls die richtige Auswahl von Materialien – nicht alle Sorten von Ton oder Lehm waren dafür geeignet.

Hohe Preise des wertvollen Baumaterials

Selbstverständlich stand die Technik des Brennens nicht jedem zur Verfügung. Klinker – als luxuriöser – Baustoff war um 2.000 v. Chr. fast dreißigfach teurer als normale, luftgetrocknete Ziegel.

Einsatz der chinesischen Baumeister

Einen großen Beitrag bei der Entwicklung der Backsteinbauten leistete um 1.000 v. Ch. die chinesische Architektur. Die chinesischen Bauten aus Ziegelsteinen wurden zwar ohne Mörtel errichtet, sie charakterisierten sich jedoch mit Einsatz vom Schutt, mit dem die Hohlmauerwerke aufgefüllt wurden. Diese Baumethode wird sogar heute weiter angewendet.

Der Klinker als Luxusprodukt der Antike

Weil die Herstellung aufwendig war und hohe Temperaturen erforderte, blieb gebrannter Ziegel zunächst den Wohlhabenden vorbehalten. In Babylonien, Persien und Ägypten schmückte man damit Paläste, Tempel und Grabanlagen. Nur wenige konnten sich diesen exklusiven Baustoff leisten.

Die Römer als Innovatoren im Ziegelbau

Die römische Baukunst brachte eine entscheidende Weiterentwicklung: Ziegel wurden nun nicht mehr nur als Baustein verwendet, sondern als dekoratives Gestaltungselement. Fassadenverblendungen aus Ziegel in unterschiedlichen Farben und Größen prägten das römische Stadtbild. Zudem kombinierten die Römer Ziegel mit frühem Beton – eine Technik, die bis heute nachwirkt.

Im römischen Reich wurde die Technik des Brennens weiterentwickelt. Auch die Römer haben als erste Betonmauern mit Ziegeln verkleidet. Vorher verputzt, wurden die Ziegel erst seit dem 2. Jh. zu dekorativen Fassadenelementen und dienten zur Wandverblendung. Unterschiedliche Formen und Farbtöne erweiterten den Einsatzbereich des beständigen Baumaterials.

Seit Tausenden Jahren schon bauen die Menschen aus Ziegeln. Der Klinker wird immer wieder hoch geschätzt und gilt im Bauwesen als einer der hochwertigsten Baustoffe. Es gibt wunderschöne Fensterbänke aus Klinker, sowie Pfeilerabdeckungen und vor allem Klinkerriemchen. Wer nach einem Baumaterial für lange Jahre sucht, soll auf jeden Fall die Wahl des Klinkers in Erwägung ziehen.

Der Klinker im Mittelalter und in der Gotik

Auch im Mittelalter blieb Klinker ein bevorzugter Baustoff. Besonders in Norddeutschland und den Niederlanden entwickelte sich die sogenannte Backsteingotik, eine architektonische Stilrichtung, bei der ganze Kirchen, Rathäuser und Stadttore aus gebrannten Ziegeln errichtet wurden. Die kräftigen Farben und klaren Formen gaben den Bauten ein charakteristisches, ehrwürdiges Aussehen.

Geschichte von Klinker im Mittelalter

Industrielle Herstellung im 19. Jahrhundert

Mit der Industriellen Revolution mechanisierte man die Ziegelherstellung. Nun konnte man Klinkersteine in großen Mengen und gleichbleibender Qualität. Besonders in Deutschland und England entstanden zu dieser Zeit ganze Stadtviertel aus dem typischen roten Klinker – langlebig, pflegeleicht und wetterfest.

Klinker heute – vielseitig, ökologisch und zeitlos schön

Heutzutage erfreut sich Klinker wachsender Beliebtheit – nicht nur wegen seiner Haltbarkeit, sondern auch wegen seiner natürlichen Optik und Nachhaltigkeit. Klinker wird heute in vielen Farben, Formaten und Strukturen angeboten. Ob modern, rustikal oder klassisch – für jedes Bauprojekt findet sich die passende Variante.

Auch im Bereich Fensterbänke, Pfeilerabdeckungen, Mauerabdeckungen und Klinkerriemchen ist der Werkstoff gefragter denn je. Gerade für Bauherren, die Wert auf langlebige und hochwertige Materialien legen, ist Klinker eine kluge Wahl.

Warum Klinker nie aus der Mode kommt

Klinker ist mehr als nur ein Ziegel – er ist ein Symbol für Beständigkeit, Handwerkskunst und Ästhetik. Seine lange Geschichte zeigt, wie sehr sich Menschen seit jeher für Qualität entscheiden. In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und Werterhalt wieder wichtiger werden, erlebt Klinker seine verdiente Renaissance.