Wärmedämmung für Klinkerhaus

Wärmedämmung ist sehr wichtig bei der Bauplanung. Wenn Sie ein Klinkerhaus haben und es wärmedämmen möchten, dann sollen Sie ein paar Sachen in Rücksicht nehmen. Unten stellt Ihnen KlinkerParadies Wichtiges zu den Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) dar, wenn es um die Klinkerfassaden geht.

Wärmedämmung. Was ist denn das?

Wärmedämmung ist einer der Zentralbegriffe im modernen Bauwesen. Darunter versteht man die Reduktion der Wärmeenergie, die durch eine Hülle durchgeht und somit einen bestimmten Raum vor Abkühlung oder, im Gegenteil, Erwärmung schützt. Dazu benutzt man verschiedene Wärmedämmverbundsysteme (WDVS).
Die Technik ahmt in diesem Fall die Natur nach. Ursprünglich entwickelte sich der Prozess der Fassadendämmung bei den sog. „endothermen“, d.h. warmblütigen, Tieren. Später haben die Menschen gelernt, denselben bzw. ähnlichen Effekt unter der Anwendung von künstlich oder natürlich produzierten Materialien zu erzeugen.
Heutzutage gehört dieses Verfahren, das man auch als Wärmeisolierung bzw. Wärmeisolation (vom englischen „thermal isolation“) bezeichnet, längst zu einem der Schlüsselbegriffe in mehreren technischen Bereichen. 1918 hat man in München das Forschungsheim (heute: Forschungsinstitut) für Wärmeschutz gegründet.

Wozu braucht man Klinker Dämmung?

Klinker Dämmung wendet man grundsätzlich dazu an, um das Haus vor Schäden, unterschiedlichen negativen Umwelteinflüssen und Energieverlust zu schützen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen drei Wärmedämmungsmechanismen, und zwar: Wärmeleitung, Wärmestrahlung und Konvektion. Aus rein technischer Seite sieht dies folgenderweise aus:

  • bei der Wärmeleitung erfolgt die Weitergabe von Wärme dank der Molekülbewegung in Stoffen mit hoher Dichte;
  • bei der Wärmestrahlung gibt man die Wärme mithilfe elektromagnetischer Wellen weiter;
  • bei der Konvektion transportiert man die Wärme mittels der Strömungen in Gasen bzw. Flüssigkeiten.

Wenn es um die Wärmeisolierung von Gebäuden geht, verfolgt man dabei also in erster Linie folgende Ziele:

  • das Verringern der Energieverluste;
  • das Vermeiden der Bauschäden;
  • die Beachtung und das Beibehalten bauhygienischer Standards;
  • die Gewährleistung und der Schutz physischer und psychischer Gesundheit von Menschen.

Klinkerfassade Dämmung

Klinkerfassade Dämmung sorgt gleichzeitig für das Haus und das Budget. Die Ersetzung von Wärme- bzw. Kälteverlusten durch Wärmegewinne sorgt sowohl für Energieeffizienz, als auch für leistungsstarkes Funktionieren jeweiliger Anlagen, seien es Häuser oder Maschinen. Aus dieser Perspektive besteht die Rolle der Wärmedämmsysteme auch darin, die Anlageneffizienz zu erhöhen, sie vor unerwünschten Wettereinflüssen zu bewahren und dem Gebäude ein langlebiges, nachhaltiges Funktionieren zu garantieren. Erweist sich eine Fassadendämmung als besonders effektiv, so spricht man von „Superisolierung“. Und da die Erzeugungs- sowie externe Kosten der fossilen Energie in der letzten Zeit wesentlich gestiegen sind, wird die Nutzung von Wärmedämmung auch aus ökonomischer Hinsicht immer reizvoller.

Denkt man an die praktische Anwendung in diversen Tätigkeitssphären, so ist die Möglichkeitspalette äußerst breit. Auf technischem Gebiet setzt man die Wärmedämmung nämlich zur Minimalisierung des Energiebedarfs ein oder aber dazu, einen gewissen technischen Prozess überhaupt zustande zu bringen. Im alltäglichen Lebens- bzw. Wohnbereich kann die Wärmeisolation dazu dienen, Frostschäden zu verhindern oder die Lebensmittel vor Bakterien, Schimmel und allgemeiner Verwesung zu schützen. Ja, sogar im Weltraum findet das Wärmedämmungsverfahren Anwendung! Denn ohnedies könnte man den Raumkörpern den unentbehrlichen Hitzeschild-Schutz kaum versichern.

Klinkerfassade dämmen

Arten der Wärmedämmverbundsysteme

Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) dienen der Isolation von Wärme und dem Energiegewinn. Man unterscheidet zwischen diversen Arten von Systemen der Fassadendämmung, je nach dem verwendeten Dämmstoff. Zu den meist benutzten und effektiven Stoffen gehören z.B. Polyurethan-Hartschaum (kurz: PUR-Hartschaum), expandiertes Polystyrol (kurz: EPS) oder Mineralwolle. Jedes dieser Systeme der Klinker Dämmung hat seine Vorteile und Verwendungsspezifik. Unten finden Sie eine Kurzbeschreibung der genannten Dämmungsmöglichkeiten.

PUR-Hartschaum

PUR-Hartschaum benutzt man seit den 1960er Jahren. Er gilt als ein durchaus effizienter Dämmstoff, der eine ausgezeichnete Wärmedämmleistung aufweist. Bei der Herstellung setzt man die MDI- und Polyol-Bestandteile derart um, dass ihr Verhältnis zu den Molekülmassen ausgeglichen bleibt. Man kann den schwerentflammbaren, schlaggeschützten Polyurethan-Hartschaum sowohl in Ein- als auch in Mehrfamilienhäusern einsetzen. Darüber hinaus lässt er sich vielfältig gestalten, wenn es um Farbe und Oberfläche geht.

WDVS mit PUR-Hartschaum

EPS Dämmung

EPS Dämmung ist ein weiteres verbreitetes Wärmedämmsystem. Bei der Herstellung von EPS presst man die Platten bzw. Blöcke aus dem aufgeschäumten Polystyrol. Dieser Dämmstoff, häufig auch als Styropol bezeichnet, ist sicher, nachhaltig und wirtschaftspraktisch. Dies hängt vor allem mit solchen Styropor-Eigenschaften wie lange Lebensdauer, einfache Verarbeitung sowie dauerhafte Dämmleistung zusammen. Außerdem zeichnet sich Styropor durch eine extrem hohe Ökoeffizienz aus, und dies bei recht günstigen Kosten. Geht es um die Brandfestigkeit, so gilt Styropor als schwer entflammbares Material. Ist eine Klinkerfassade mit Polystyrol gedämmt, so wird sich der Brand nicht weiter ausbreiten. EPS eignet sich für die Estrich-, Kern-, Perimeter- und Außendämmung. Bei den Trennwänden sowie bei der Zwischensparren- und Flachdachdämmung darf man es dagegen nicht einsetzen.

Wärmedämmung EPS
EPS Dämmung einer Klinkerfassade

Fassadendämmung Mineralwolle

Fassadendämmung Mineralwolle gehört ebenfalls zu preisgünstigen und effektiven Methoden der Thermoisolation. Die Mineralwolle besteht aus mineralischen Fasern, die man künstlich herstellt (mittels eines Zieh- bzw. Blasverfahrens). Es gibt verschiedene Typen von Mineralwolle, wie etwa Stein- oder Glaswolle, die dank ihren exzellenten Eigenschaften und nicht zuletzt auch dank geringen Preisen als Dammstoff äußerst beliebt sind. Sowohl Steinwolle als auch Glaswolle weisen hohe Wärmedämmeigenschaften auf. Neben der Dämmleistung sorgt dieses Material auch für eine hohe Brandsicherheit. Außerdem ist die Mineralwolle gegen Ungeziefer resistent.

Fassadendämmung Mineralwolle
WDVS auf der Mineralwolle

WDVS Fassade

Eine WDVS Fassade führt nach den wissenschaftlichen Berechnungen zum zehnmal geringerem Wärmeverlust. Das Mauerwerk allein, ohne Fassadendämmung, wird das Problem nicht lösen. Die Sonne speichert zwar erhebliche Wärmemengen in den massiven Wänden und Decken. Bereits im Herbst geht die ersparte Wärme allerdings verloren, denn die Raumtemperatur sinkt, also beginnt man zu heizen. In einem ungedämmten Massivaltbau heizt man nämlich ungefähr 220 bis 240 Tage im Jahr. Dank der Wärmedämmung lässt sich die Heizperiode wesentlich verkürzen, indem sie die ins Innere gelangte Sonnenwärme für längere Zeit im Haus aufhält.

Außerdem verbirgt sich in einem nicht gedämmten Gebäude in der Regel auch Schimmelbefall. Mehrere Fachstiftungen haben festgestellt, dass ein entsprechender Wärmeschutz das Schimmelrisiko auf der inneren Seite der Außenbauteile verringert und damit die unerwünschte Feuchtigkeit und Bauschäden erfolgreich vermeidet. Das heißt: die Wärmedämmung mittels WDVS macht Ihren Wohnraum sicher, gesund und dauerhaft.

Last but not least: auch aus der Umwelt-Perspektive erweist sich die Wärmeisolierung als durchaus optimal. Denn sie führt zur Reduzierung von fossilen Energien für mehrere Jahrzehnte.

Kurz: durch die Wärmedämmverbundsysteme wird die Thermoisolierung des Gebäudes viel einfacher und funktioniert gleichzeitig sehr effektiv. WDVS lassen sich gleichwohl bei den Außenwänden sowie bei den im Bauwesen verbreiteten mineralischen Untergründen wie z.B. Beton, Ziegel oder Zement- bzw. Silikatputz einsetzen. KlinkerParadies Klinkerriemchen lassen sich auf den WDVS ver